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Heiraten während der Pandemie

Objekt

Titel

Heiraten während der Pandemie

Abstract

Ich war im Spätsommer Gast an zwei Hochzeiten. Wie die Brautpaare waren auch die Feste sehr unterschiedlich.

Die erste Hochzeit Mitte August hat im „klassischen Setting“ stattgefunden; mit Kirche, Apéro und Abendessen. In der Kirche trugen alle Masken, es wurde nicht gesungen (das übernahmen eine Sängerin und ein Gitarrist) und beim Gratulieren stellte man sich mit Abstand in die Schlange. Statt einander die Hand zu geben, klatschte man mit Papierhändchen ab, die an lange Stöcke geklebt waren. Auch als man zum Abendessen weiterzog und sich die Teilnehmerzahl verkleinerte, wurde sehr auf korrektes Verhalten geachtet. Trotz Corona war es eine schöne Hochzeit.

Die andere Hochzeit fand einen Monat später als ungezwungenes Grillfest statt. Es waren rund 30 Leute anwesend, die sich an diesem schönen und warmen Spätsommerabend gut im Freien aufhalten konnten. Bevor man per „Fistbump“ gratulierte, konnte man sich die Hände desinfizieren. Im Vergleich zur ersten Hochzeit schien die Pandemie weiter weg - hoffentlich kein gefährlicher Trugschluss. Bis jetzt hat sich jedenfalls kein Gast wegen Symptomen gemeldet.

Ein guter Freund hat nach dem Besuch einer Hochzeit am selben Wochenende einen Warnhinweis erhalten. Er hat sich den ganzen Nachmittag neben einer Person aufgehalten, die einen Tag später positiv getestet wurde. Er hat sich nicht infiziert, ist aber trotzdem zu Hause geblieben.

Date

2020

Subject

home

Sprache

de
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